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Canal de Bourgogne
Im wahrsten Sinne des Wortes geht das Tal der Yonne fließend in
das der Saône über – der Kanal von Burgund durcheilt
verschiedene Regionen mit reizvollen Landschaften. Unter ihnen das Tonnerrois
mit seinen Fürsten-Schlössern wie Taulay und Aucy-le-Franc,
dann das Auxois mit seiner außergewöhnlichen Zisterzienser-Abtei
de Fontenay, dem historischen Schauplatz der Schlacht von Alesia, dem
mittelalterlichen Châteauneuf-en-Auxois und schließlich Dijon,
die Hauptstadt der Herzöge Burgunds. Der Reichtum an bewundernswerter
Architektur und die Schönheit der Region machen das Hindurchgleiten
auf dem Wasser des Kanals zu einem nicht enden wollenden Zauber.
Fluss Yonne
Die Yonne durchquert von Auxerre kommend bis Montereau
die lieblichen Landschaften des flachen Burgunds und der Ile de France,
wo sich die schönsten Städte in ihrem Wasser spiegeln: Auxerre
mit seinem stattlichen Panorama, Joigny mit seinen verwinkelten Sträßchen
und seinen zahllosen Fachwerkhäusern; dann Villeneuve-sur-Yonne,
gegründet im 12. Jh. durch den französischen König und
– nicht zu vergessen – Sens mit seiner Kathedrale Saint-Etienne
und seinen reichen Museen und auch Pont-sur-Yonne.
Canal du Nivernais
Unter
Henri IV. wurde die Idee einer künstlichen Wasserverbindung zwischen
Loire und Seine geboren – sie wurde verworfen, tauchte erneut auf
und nahm schließlich ihren Weg. Es waren bereits zwei Jahrhunderte
vergangen, als der strenge Winter von 1783 Bewegung in die Angelegenheit
brachte: Paris erstarrte vor Kälte und die Wälder der Ile-de-France
und des Morvan reichten nicht mehr, um die Heizungen mit Holz zu versorgen.
„... wenn man die beiden großen Flüsse verbinden könnte,
würde man auch die Hauptstadt mit dem Holz aus dem Bazois versorgen
können!“
Also gebar die Zivilisation den Kanal. Im Streit um seine Zukunft (Durch
Flößen oder Schiffstransport)... Aufgabe und Wiederaufnahme
der Arbeiten... es dauerte 60 Jahre, um die 180 km Kanal und seine 110
Schleusen zu schaffen. Als aber die Kohle dem Holz den Rang ablief, eröffneten
die Freizeit-Kapitäne dem Kanal neue Chancen: als Wasserstraße
zur Yonne und Nièvre zugleich.
Canal du Centre
Von
allen Kanälen Burgunds ist er der wichtigste für wirtschaftliche
Aktivitäten. Ganz besonders durch seine Verbindung zur Saône,
zwischen Montceau-les-Mines und Chalon-sur-Saône, wo die Schleusen
bereits automatisiert sind.
Aber das tut der malerischen Schönheit seines Verlaufs keinen Abbruch
–
durch die Weinberge Burgunds, die Region von „Creusot“, das
„Charolais“ bis nach Digoin, nachdem man durch Paray-le-Monial,
Hochburg der romanischen Kunst und berühmter Wallfahrtsort, gekommen
ist.
Val der Saône und Seille
Die
Saône ist einer der schönsten Flüsse Frankreichs. In ihrem
hochgelegenen Abschnitt versorgt sie viele kleinere befestigte Städte
wie Auxonne, Verdun-sur-le-Doubs und Saint-Jean-de-Losne. Die untere Saône
fließt zu Füßen der Hügel des Chalonnais, durch
das Mâconnais und das Beaujolais, die berühmten Weinlagen.
Als Nebenfluss der Saône bietet die Seille zwischen Tournus und
Louhans eine Strecke von 39 km mit nur vier Schleusen – ein bildschöner
Seitensprung durch das grüne Bresse-Gebiet.
Der Saône-Marne-Kanal, sein Beiname „Canal Bourgogne –
Champagne“, ist ein Programm für ihn ganz allein! Auf seinem
südlichen Abschnitt, der Côte d’Or, teilt er sich das
Tal mit der Vingeanne, das von eleganten Schlössern gesäumt
ist: Talmay, Beaumont-sur-Vingeanne und Fontaine-Française.
Val de Loire
Es
beinhaltet unter anderem:
- Den Canal de Roanne bis Digoin, der
sich südlich durch den Canal du Centre und den Loire-Seitenkanal
verlängert und seinen Weg durch das Brionnais mit seinen berühmten
romanischen Kirchen nimmt.
- Den Canal latéral à la Loire
(Loire-Seitenkanal) am linken Ufer der Loire. Dieser überquert die
Loire bei Digoin durch einen Brückenkanal. Dies ist ein sehr sanfter
Kanal mit einer begrenzten Anzahl von Schleusen: Decize, Nevers und La
Charité-sur-Loire sind mehr als einen Kurzbesuch wert!
- Canal de Briare und Canal du Loing
Der allererste, der zwischen 1604 und 1642 gebaut wurde, ist somit der
Vorfahre und Prototyp aller anderen französischen Kanäle. Er
ist ein Werk von Sully, dem großen Minister von Heinrich IV., der
sich selbst um die Realisierung kümmerte. Ein Jahrhundert später
entstand der zweite Kanal. Diese zwei Kanäle werden noch heute für
den Transport von Getreide in sogenannten Péniches genutzt, Schleppkähnen,
die durch die stille Landschaft des Gâtinais gleiten. Zwei Sehenswürdigkeiten
sind besonders erwähnenswert: der Brückenkanal von Briare und
die sieben Schleusen von Rogny aus dem 17. Jh. Heute sind sie als historische
Monumente stillgelegt.
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